Vermieter, die Helden dieser Erde oder :
die unglaubliche Erfahrung eines Aquarianers

Hallo Aquarianer. Wisst Ihr eigentlich, das Ihr eine potentielle Gefahr für jedes Mieteigentum darstellt ? Nein ? Ich wusste ich das auch nicht !
Aber so neulich geschehen in einem Büro einer Wohnungsgenossenschaft.

Da gibt es einen Aquarianer, der hat ein super Angebot von einem Händler für ein neues Aquarium bekommen (180x60x60) . Er wollte auch sofort zuschlagen, doch wie wir Aquarianer nunmal sind, machte er sich seine Sorgen, ob es denn auch vom Gewicht her kein Problem wäre, dieses Aquarium in seine Wohnung im zweiten Stock aufzustellen. So verließ er das Geschäft in der Sorgfaltspflicht, sich erst bei seinem Vermieter zu erkundigen, ob es denn kein Problem wäre.
Der Verkäufer im übrigen, ließ das Angebot für eine Woche gelten, so hatte dieser Aquarianer nun die Möglichkeit, sich um alles zu kümmern.

So ging er nun zu seiner Wohnungsgenossenschaft, um sich über die statischen Grundlagen zu Informieren. Doch was ihm dort wiederfuhr ist unfassbar.
Zuerst sprach er mit der Hauseigenen Ingenieurin, die ihm mitteilte, das es überhaupt kein Problem sein dürfte. Die Etagen sind so stark ausgebaut, das ein Aquarium mit dieser Größe sich wohl kaum auf die Statik des Hauses ( und des Bodens ) auswirken dürfte. Da aber diese Ingenieurin wohl doch die Verantwortung nicht dafür übernehmen wollte, verwies sie den Aquarianer zu ihrer Vorgesetzten, die ihren „Segen" dazu geben sollte. Doch die war anscheinend überhaupt nicht gut gelaunt oder hat anderweitige Probleme, die sie dann an ihre Mieter auslässt. So teilte sie nun dem Aquarianer mit, der wahrscheinlich noch froh sein dürfte, in ihrer Wohnung zu wohnen, das es sich bei einem Aquarium um ein grundsätzliches Problem handelt. Von Statik etc. war gar nicht mehr die Rede, sie redete von zu hoher Luftfeuchtigkeit, die den Putz und das Gestein angreift. Von sog. „Wohnungsverwüstungen" durch den Betrieb eines Aquariums war sie anscheinend nicht mehr weit entfernt.

Dann kam die Entscheidung : erstens müsste sich ein Statiker die gesamten Baupläne ansehen. Dieser würde ca. 4 Stunden brauchen ( warum weiß wohl nur sie alleine ) und mit sage und schreibe 600 DM zu buche schlagen. Sollte der Statiker länger benötigen so wären zusätzliche Kosten zu erwarten. Außerdem sollte der Aquarianer eine zusätzliche Kaution von „5000 DM" hinterlegen ( ja, ist wirklich kein Tippfehler ) damit die Genossenschaft nach dem Auszug des Mieters irgendwann mal, alle Schäden, die das Aquarium angerichtet hat ( welche, das möchte ich hier schon gar nicht mehr aufführen, da diese außerhalb des möglichen sind ) wieder beheben kann.

Da stand er nun, der arme Aquarianer. Er wollte sich doch nur ein neues Aquarium zulegen und dann das....... von der anfängliche freude über das neue Aquarium dann durch die Entscheidung seines Vermieters betrübt setzte er sich zuhause an seinem Computer und schrieb an das Aquaristik-Forum.

Auch unser gesamtes Team konnte die Gründe der Vermieterin nicht nachvollziehen.
So versuchten wir nun, das Problem durch Fachleute zu klären.
Zuerst schrieben wir an den Bund Deutscher Innenarchitekten. Wir baten um die Erklärung, ob es in unserem hochgelobten Deutschland ( das ja nur so überschwemmt von DIN und ISO-Normen ist.... ) nicht eine Mindestbauanforderung für Häuser und deren Decken gibt. Desweiteren wollten wir noch geklärt haben, ob den Innenräumen die Luftfeuchtigkeit selbst bei geöffnetem Aquarium etwas ausmacht.
Weiter befragten wir den Deutschen Mieterbund, ob so eine Kaution und Aussage der Vermieterin überhaupt zulässig ist.




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